Der Zukunftsprozess EKiBa 2032 (= Evangelische Kirche in Baden) geht weiter.
Alle Gemeinden und alle Hauptamtlichen machen sich auf den Weg, in sogenannten „Kooperationsräumen“ zusammenzuarbeiten. In der Region Bretten haben wir dafür die neue Rechtsform des Gemeindeverbandes gefunden. Ein weiterer Schritt ist nun – wegen der absehbar geringer werdenden Finanzmittel – die Reduktion der kirchlichen Gebäude, zunächst einmal der Kirchen und Gemeindehäuser. Weil die Landeskirche aktuell vor allem „steinreich“ ist, also sehr viel mehr kirchliche Gebäude hat als in früheren Zeiten, wurde die sogenannte „Gebäudeampel“ erfunden:
30% der Gebäude werden auf „grün“ gestellt. Das bedeutet, dass sie auf lange Zeit aus landeskirchlichen Mitteln mitfinanziert werden. Für 30% „rote“ Gebäude hört der Finanzfluss aus Karlsruhe ganz auf. Bei den restlichen 60% „gelben“ Gebäuden steht die endgültige Entscheidung noch aus, solange ruhen aber auch alle größeren Baumaßnahmen. („Hellgrüne“ Gebäude bleiben erhalten, weil die Hauptbaupflicht woanders liegt als bei der Landeskirche.)
In der Region Bretten gibt es 18 Gebäude, von denen 5 auf „grün“, 5 auf „rot“ und 6 auf „gelb“ gesetzt werden müssen und zwei auf „hellgrün“ sind. Diese engen Vorgaben bedeuten, dass alle Gemeinden noch viel mehr lernen müssen, buchstäblich über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen und die Arbeit im Kooperationsraum, die bisher hauptsächlich inhaltlich geschah, nun auch noch mehr geografisch zu intensivieren.
Die Versöhnungskirche mit dem Gemeindehaus in Jöhlingen steht also auf „gelb“, das heißt, es ist noch offen, was mittelfristig damit geschieht und wo die Evangelischen von Jöhlingen etwa in zehn Jahren ihre Gottesdienste feiern.
In der Gemeindeversammlung am Sonntag, den 19. März wurde intensiv darüber diskutiert, was das für unsere Gemeinde bedeuten könnte. Auch der hiesige Kirchengemeinderat wird eine Stellungnahme verfassen und – wie gewünscht - an den Bezirkskirchenrat senden. Darin wird unserer Sorge um das Gemeindeleben vor Ort Ausdruck verliehen. Außerdem werden mögliche Perspektiven aufgezeigt.
Noch in diesem Jahr wird der Bezirkskirchenrat seine endgültige Entscheidung treffen. Dann sind alle Gemeinde eingeladen, konstruktiv und zukunftsorientiert damit umzugehen. Gemeinsames Denken und Handeln, bei uns vor allem mit Wössingen, ist das gefragt.


