Weinbrenner-Konzert mit der Hofcapelle Carlsruhe
Ein besonderer Ohrenschmaus

  

Festkonzert zum 200. Todestag von Friedrich Weinbrenner und Franz Danzi

 
Aus Anlass dieser beiden Todestage veranstaltet die Ev. Kirchengemeinde Walzbachtal zusammen mit der Hofcapelle Carlsruhe ein Jubiläumskonzert.
Friedrich Weinbrenner war Baumeister und Stadtarchitekt in Karlsruhe. Einer seiner 120 Schüler plante und baute unter Aufsicht von Weinbrenner die Wössinger Kirche. Zeitgleich mit Weinbrenner wirkte Franz Danzi als Hofkapellmeister in Karlsruhe. Er war als Cellovirtuose berühmt und arbeitete vor seiner Karlsruher Zeit in München und Stuttgart als Kapellmeister.

 
In dem Konzert führt die siebenköpfige Hofcapelle Carlsruhe unter der Leitung von Kirstin Kares Werke von Franz Danzi und seiner Ehefrau Margarete Danzi weitere Werke von Karlsruher Komponisten wie Sebastian Bodinus und Joseph Aloys Schmittbaur auf. Dazu kommt eine Wiedererstaufführung eines bisher unbekannten Flötenkonzertes des Karlsruher Konzertmeisters Friedrich Schwindl hinzu. Sein Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 240. Mal.
Die Hofcapelle Carlsruhe spielt auf historischen Instrumenten in wechselnder Besetzung. Sie hat sich auf Werke von Karlsruher Komponisten des 17. bis Anfang 19. Jahrhundert spezialisiert.

Zu einem Satz eines Flötenquartetts von Danzi werden Bilder über die Arbeit von Friedrich Weinbrenner gezeigt, der außergewöhnlich vielseitig begabt war. Die Bildpräsentation stammt von Florian Stegmüller. Das Konzert wird außerdem informativ und unterhaltsam moderiert.
Das Konzert findet statt in Kooperation mit der Forschungsstelle Hof I Musik I Stadt in Schwetzingen und der Friedrich Weinbrenner Gesellschaft und beginnt am 28. 6. 2026 um 18.00 Uhr in der Ev. Weinbrenner-Kirche in Wössingen.
Der Eintritt ist frei, es wird sehr herzlich um Spenden gebeten.
(Kirstin Kares)
 
Wer mehr über Friedrich Weinbrenner wissen möchte, findet auf der Website der Weinbrenner-Gesellschaft viele interessante Informationen.
Über diesen Link kommen Sie zur virtuellen Weinbrenner-Ausstellung:
 
 
 
 
 
  
 
Was für ein schönes Konzert und das bei "full house"!
Und was für ein toller Erfolg für "Picobella", die in großer Besetzung die Besucher vortrefflich zu unterhalten wussten.
Wer nicht mit dabei war, hat wirklich was versäumt. 
Vielleicht gelingt es uns mal wieder, diese vielstimmige Flötengruppe in unserer Kirche willkommen zu heißen.
Herzlichen Dank an alle, die diesen schönen Abend möglich gemacht haben.
 
  

 

 

Der Chor an der Versöhnungskirche lud am 3. Advent
zu einem ganz besonderen Programm ein. 
Wer dabei war, war begeistert!!

 
Die Weihnachtsgeschichte in modernem Gewand - das Chorkonzert am 3. Advent
 
In diesem Jahr sollte es mal keine der klassischen Messen sein, die zumeist bedeutungsschwer die Ankunft Jesu erzählen. Dafür wurde im Hauptteil des Chorkonzertes am 3. Advent ein fast brandneues Werk vorgetragen, komponiert im Jahr 2024 von der amerikanischen Musikerin, Arrangeurin und Komponistin Mary McDonald und für Orchester bearbeitet von Ed Hogan. Der Titel "This Is Christmas" mit der Unterzeile "Celebrating Is The Heart Of Christmas" gibt bereits einen Hinweis darauf, worum es in dem Wechselspiel aus Chorgesang und gesprochenem Wort geht: Die Verkündigung der frohen Botschaft, dass der ersehnte Erlöser geboren werden soll und die anschließende Freude über die Geburt Jesu.
Chorleiter Hauke Lemberg hatte bei der Auswahl dieses Programms auch den Gedanken im Sinn, mit modernen und doch anspruchsvollen Melodien und Harmonien, in denen die musikalische Handschrift einer Amerikanerin deutlich zu erkennen ist, neue Sängerinnen und Sänger zum Chorgesang zu animieren. Angesichts vieler begeisterter Rückmeldungen zu Darbietung und Musikauswahl nach dem Konzert könnte der Gedanke sogar Früchte tragen.
Hauke Lemberg eröffnete das Konzert mit einer gänsehauterzeugenden, gefühlvollen Version des Kirchenklassikhits "Maria durch ein´ Dornwald ging".
Das Publikum wurde nach einigen Begrüßungsworten durch den angehenden Pfarrer Wolfgang Söhn vom Chorleiter zum Mitsingen zu den Klängen von "Macht hoch die Tür" aufgefordert. Es folgte ein Instrumentalstück, das lieblich-melancholische "Amerikanische Streichquartett" von Antonin Dvorák, gespielt vom Kammerorchester Weiherfeld.
Sodann wurde die Ankunft und Geburt des "Holy Child" in 10 Abschnitten gefeiert, wobei Mary McDonald, vielleicht mit einem Augenzwinkern, hier und dort bekannte Lieder wie z.B. "Oh du Fröhliche" oder "Greensleeves" in ihre Komposition eingebettet hat . Zwischen den Gesangsteilen in englischer Sprache wurde die Weihnachtsgeschichte abweichend vom amerikanischen Original von Andrea Bischoff und Boris Horner besinnlich-eindrücklich auf Deutsch vorgetragen.
Kraftvoll-dramatische bis pathetische Klänge, die die Überbringung der schwer fassbaren Botschaft des Engels Gabriel, dass Gott Maria ein Kind "beschert" hat, musikalisch ausdrücken sollen, gingen über in das typisch amerikanisch-beschwingte "He Is Born, The Holy Child" und das besinnliche Schlaflied "Sleep In Peace Tonight". In "Repeat The Sounding Joy" wird die Freude über die Ankunft des neuen Königs durch viele Wiederholungen förmlich beschworen und führt schließlich zum grandiosen Finale von "This Is Christmas Love".
Der langanhaltende Applaus des Publikums ließ die Spannung von allen Beteiligten abfallen in der Gewissheit, auch in diesem Jahr wieder einen vorweihnachtlichen Nerv getroffen zu haben.
 
Ralf Schultze