„Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“
Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer 8,38 und 39
Oft ist es auf besondere Weise schwer, von einem nahen Menschen Abschied zu nehmen, ganz gleich, ob dieser Abschied sehr plötzlich geschieht oder schon länger zu erahnen war.
Von Anfang an, also seit fast 2000 Jahren drücken Christinnen und Christen ihren Glauben an Christus, der den Tod überwunden hat, auch darin aus, dass sie ihre Toten in Würde bestatten. Das ist uns nach wie vor sehr wichtig. Deshalb hat jedes Mitglied unserer Kirchengemeinde ein Anrecht darauf, im Rahmen eines evangelischen Gottesdienstes kirchlich bestattet zu werden. (Darum bemühen wir uns auch im so veränderten gesetzlichen Rahmen während der derzeitigen Viruspandemie.)
Hilfreich ist es, wenn Sie in Ihrer Familie in möglichst ruhigen Zeiten miteinander darüber sprechen, ob Sie für sich eine Erdbestattung oder eine Urnenbeisetzung wünschen. Und auch bei Urnenbestattungen ist zu überlegen, ob die vorherige Trauerfeier nicht lieber am Sarg stattfinden soll. Das kann für die Trauer von teilnehmenden Kindern und Erwachsenen hilfreicher und angemessener sein. Ab dem Alter von etwa fünf Jahren können Kinder gut bei einer Bestattung dabei sein, wenn sie zu dem verstorbenen Menschen eine engere Beziehung hatten und wenn vor, während und nach der Beisetzung ein vertrauter Erwachsener an ihrer Seite ist.
Wenn ein naher Mensch verstorben ist, stellt eine Ärztin oder ein Arzt den Totenschein aus. Gerne komme ich als Pfarrerin auch zu Ihnen ins Haus oder ins Altenheim, um eine Aussegnung zu gestalten.
Den Termin der Beisetzung spricht jemand vom Bestattungsinstitut mit dem Rathaus, mit Ihnen und mit mir ab. Von meiner Seite her sind Beerdigungsgottesdienste von Dienstag bis Freitag an den Nachmittagen möglich.
Zu einem der Sonntagsgottesdienste nach der Beisetzung sind die Angehörigen der oder des Verstorbenen besonders eingeladen. Dort wird in der Gemeinde der/des Verstorbenen gedacht und für die Hinterbliebenen gebetet.
Die Broschüre „Trauerritual für zuhause“ richtet sich an alle, die zuhause eine Gedenkzeit halten möchten, die zeitgleich stattfinden kann mit der Trauerfeier auf dem Friedhof. Die Angehörigen können sich zuhause gemeinsame zusammensetzen oder auch alleine, und Zeit in Erinnerung an den/die Verstorbene*n verbringen.
Sie finden die Broschüre der Evangelischen Landeskirche in Baden unter folgendem Link.

